Navigation und Service

Weseranpassung

Ausbauziele Außenweser und Unterweser (Nord)



Transportrouten, Schifffahrt und die Hafenstädte prägen seit jeher die Weserregion. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Häfen und der wachsenden Anzahl an immer größer werdenden Schiffen nehmen auch die Anforderungen an die Bundeswasserstraße Weser zu.

Als Unterbehörde der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser-Jade-Nordsee für den Ausbau und die Unterhaltung der Bundeswasserstraße Weser verantwortlich. Hierunter fällt die geplante Weseranpassung, unter der die Vorhaben Fahrrinnenanpassungen der Außenweser und Fahrrinnenanpassung der Unterweser (Nord) zusammengefasst werden.

Die geplanten Vorhaben sind im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf aufgenommen und Gegenstand des Wasserstraßenausbaugesetzes sowie des Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetzes.

Das WSA Weser-Jade-Nordsee ist Träger des Vorhabens (TdV).

Ziel des Vorhabens in der Außenweser ist die Anpassung der Fahrrinne an die Entwicklungen im Schiffsverkehr zur Gewährleistung einer tideunabhängigen Erreichbarkeit des Containerterminals (CT)  Bremerhaven für Großcontainerschiffe mit einem Abladetiefgang von 13,50 m sowie die Gewährleistung von Begegnungsverkehren in der äußeren Außenweser zur Reduzierung von Wartezeiten. In diesem Zuge wird auch die hafenbezogene Wendestelle gegenüber dem CT auf das Maß der geplanten Sollsohle der Außenweser vertieft.

Ziel des Vorhabens in der Unterweser (Nord) ist die Anpassung der Fahrrinne an die Entwicklungen im Schiffsverkehr. Mit der Fahrrinnenanpassung soll die tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Brake für Schiffe mit einem Abladetiefgang von 12,80 m ermöglicht werden.

Natur- und Umweltschutz haben bei den geplanten Anpassungsmaßnahmen einen hohen Stellenwert. Ökologische und naturschutzfachliche sowie wasserwirtschaftliche Maßnahmen werden von Anfang an in das Vorhaben integriert, um in den betroffenen Flussregionen ökologische und ökonomische Interessen in Einklang zu bringen.

Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung

Bei bedeutenden Infrastrukturprojekten ist die Beteiligung der Öffentlichkeit im gesamten Planungsprozess bis zur Erlangung des Baurechts gesetzlich vorgeschrieben. Gemäß diesen Vorgaben startete das WSA Weser-Jade-Nordsee als TdV mit der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung (FÖB) und unterrichtete die betroffene Öffentlichkeit über

  • die Ziele des Vorhabens,
  • die Mittel, die erforderlich sind, um das Vorhaben zu verwirklichen und
  • die voraussichtlichen Auswirkungen des Vorhabens.

Neben den Informationen über die geplanten Maßnahmen und die weiteren Verfahrensschritte wurde der betroffenen Öffentlichkeit Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Im Zeitraum zwischen dem 01. November und 11. November 2021 führte das WSA Weser-Jade-Nordsee insgesamt 15 Informationsveranstaltungen in Bremerhaven und Elsfleth durch.

In den ca. zweistündigen Informationsgesprächen nutzten etwa 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr rege die Gelegenheit, sich mit den Fachleuten des WSA auszutauschen, Fragen zu stellen und ihre Meinungen zu äußern. Wir möchten uns bei Ihnen allen für die aktiven Diskussionen und die zahlreichen erhaltenen Anregungen bedanken. Wenn Sie weiterhin über das Projektvorhaben informiert sein möchten, abonnieren Sie am besten unseren Info-Brief. Die Info-Briefe erscheinen quartalsweise in digitaler Form und halten Sie immer auf dem Laufenden.

Anmeldung Info-Brief

Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung ist nicht Bestandteil des formalen Zulassungsverfahrens, so dass Äußerungen im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung keine Einwendungen und Stellungnahmen im spätere vorbereitenden Verfahren ersetzen.